Das Stadtmuseum,  direkt im Zentrum, ist vielgestaltig und prall gefüllt mit Geschichte. Schwere, dunkle Balken und weiße Wände, mit honigfarbenem Parkett. Eine gotische Kapelle, dazu ein Wohnzimmer mit Stuckdecke aus dem Barock und ein anderes aus der Zeit des Biedermeiers.
Wir wollen den Wadgasserhof bespielen und besetzen – mit verschiedensten Stühlen und Sesseln für unsere Gäste, denen es an nichts fehlen soll. Gemeinsam aus dem Corona – Winterschlaf aufwachen und wieder ins Freie gehen, denn im Frühling ist es dort mit Abstand am besten. Was rufen wir ins Stadtmuseum hinein, und welches Echo wird zurückschallen? Welche Duftmarken wollen wir setzen? Wir kochen hier zwar unser eigenes Süppchen, verfeinert mit Kräutern aus dem Museumsgärtchen, zum Festmahl sind jedoch alle herzlich eingeladen, guten Appetit!
Es hat sich so ergeben, dass wir hier, mit ein wenig Bier, experimentieren. Die präsentierten Kostbarkeiten und Preziosen der hiesigen Sammlung – wie werden sie reagieren, wenn wir eines unserer Werke dazuhängen und gegenüberstellen? In welchem Raum gibt es ein toxisches Leck? Jede(r) Künstler:in bringt Werke aus seinem halben Leben mit ins Museum und erforscht, was damit passieren und wie beides zusammenklingen könnte, Kunstwerk und Sammlungsobjekt, Ereignis und Raum.
Mit den Ausstellungsbesuchern setzen wir uns sonntags in die Sonne, bei einem kühlen Getränk, und atmen tief durch. Nicht weit entfernt thront der coronafreie Friedrich Barbarossa in Bronze gegossen auf dem Kaiserbrunnen. Er lässt alles an sich abperlen und denkt sich seinen Teil. Kurz zuckt er mit der Wimper, aber keiner hat´s gesehen.

 

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https://www.wadiwadi.de

 

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Künstlerwerkgemeinschaft + Gäste im Stadtmuseum Kaiserslautern